Unsere Förderrichtlinien

Die AWO-Saarland-Stiftung finanziert ihre Arbeit aus den Erträgen des Stiftungsvermögens sowie aus zusätzlichen Zuwendungen und Spenden.

Alle Mittel werden ausschließlich für die satzungsgemäßen Zwecke der Stiftung eingesetzt.

Sie fließen direkt und vollständig in soziale Maßnahmen. Verwaltungskosten entstehen nicht – diese werden durch Mitarbeitende der AWO Saarland übernommen.

Die zur Verfügung stehenden Fördermittel kommen vorrangig den Einrichtungen der AWO Saarland zugute und unterstützen dort konkrete soziale Maßnahmen.

Jeder Förderung geht eine sorgfältige Prüfung voraus. Dabei wird festgestellt,

  • ob eine tatsächliche Bedürftigkeit besteht und
  • ob andere Unterstützungsansprüche, insbesondere staatliche Hilfen, ausgeschlossen sind.

So stellt die Stiftung sicher, dass ihre Hilfe gezielt dort ankommt, wo sie wirklich gebraucht wird.

Wem hilft die AWO-Saarland-Stiftung?

Menschen ohne Wohnung

Wohnungslosigkeit hat viele Ursachen: Krankheit, Arbeitslosigkeit, Trennung, Sucht oder Haft.
Die AWO-Notschlafstelle bietet nicht nur einen sicheren Schlafplatz, sondern auch Verpflegung, Hygieneangebote, Beratung und Hilfe zur Wiedereingliederung.

Spenden der Stiftung ermöglichen zusätzliche Einzelfallhilfen und weiterführende Maßnahmen.
Die Notschlafstelle verfügt über sechs Plätze für Männer sowie eine separate Unterkunft für Frauen.

AWO-SOS-Express – Hilfe auf der Straße

Der mobile Hilfsdienst „SOS“ steht für Suppe, Obdach, Solidarität.
Streetworker versorgen Menschen auf der Straße mit warmen Mahlzeiten, Getränken und Decken, leisten Beratung und bringen Betroffene bei Bedarf in sichere Unterkünfte oder zu medizinischer Versorgung.

Der speziell umgebaute SOS-Express wurde vollständig durch Spenden der Stiftung finanziert.

Frauen und Kinder in Not

Gewalt in Partnerschaften betrifft viele Frauen – oft gemeinsam mit ihren Kindern.
Die AWO Saarland ist Trägerin der drei saarländischen Frauenhäuser. Jährlich finden dort rund 200 Frauen und 225 Kinder Schutz, Beratung und Perspektiven für ein gewaltfreies Leben.

Die Stiftung unterstützt in besonderen Einzelfällen, um Frauen und Kindern zusätzliche Sicherheit und Stabilität zu ermöglichen.

Kinder in Armut

Im Saarland lebt jedes fünfte Kind in Armut. Die Folgen reichen weit über materielle Not hinaus – Bildung, Gesundheit und soziale Teilhabe sind oft massiv eingeschränkt.

Die Stiftung hilft durch:

  • Einzelfallhilfen für betroffene Kinder
  • den Sonderfonds „Kinderarmut“
  • gezielte Projekte zur Stärkung von Selbstwert, Teilhabe und Bildung


Beispiele geförderter Initiativen:

  • stark machen – Selbstwert- und Ferienprojekte
  • FamilienHalt – Unterstützung für Kinder aus suchtbelasteten Familien
  • Schülernotfallfonds – Zuschüsse für Schulmaterial, Mittagessen und Fahrtkosten

Weitere Förderbeispiele – direkt und wirksam

Einmalige Einzelfallhilfen:

Zuschüsse für Familien und Einzelpersonen zur Sicherung des Lebensunterhalts, z. B. Hilfe beim Kauf von Kleidung, Busfahrkarten oder bei der Verhinderung einer Stromsperre.

Gesundheit und Teilhabe:

Übernahme von Kosten für notwendige Impfungen, wenn sonst kein Versicherungsschutz besteht.

Therapieunterstützung:

Förderung einer tiergestützten Therapie für ein traumatisiertes Mädchen, um Vertrauen und Lebensmut zu stärken.

Stipendien für Studierende:

Förderung von benachteiligten Studierenden im Fachbereich Sozialwissenschaften mit monatlichen Stipendienbeiträgen.

Baby-Willkommenspakete:

Startpakete für frischgebackene Eltern mit wichtigen Informationen und Grundausstattung für den Start ins Familienleben.

Stärkung sozialer Angebote:

Zuschüsse für Sprach- und Freizeitangebote, z. B. Sprachkurse „Mama lernt Deutsch“ inklusive Kinderbetreuung oder Ferienkurse zur Förderung sozialer Kompetenzen.

Gemeinschaftserlebnisse:

Finanzierung von Ausflügen, z. B. mit dem Tageszentrum „Teekessel“ nach Straßburg – für Menschen mit seelischen Beeinträchtigungen ein besonderes Erlebnis.

Sonderausstattungen für Einrichtungen:

Unterstützung bei der Einrichtung besonderer Räume, wie einem „Snoezelen“-Entspannungsraum im Frauenhaus oder einem neu gestalteten Besucherzimmer in einer Kinder- und Elternwohngruppe.

Die Stiftung leistet konkrete Hilfe dort, wo sie gebraucht wird – direkt, individuell und manchmal schon mit wenigen hundert Euro ein großer Unterschied im Leben der Menschen.