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04.02.2020 09:50

Firmen engagieren sich für AWO-Frauenhäuser

Häusliche Gewalt ist ein gesamtgesellschaftliches Problem: Mindestens jede dritte Frau erlebt ab dem 16. Lebensjahr im Laufe ihres Lebens körperliche Gewalt und Übergriffe, fast jede siebte Frau sexualisierte Gewalt. Alleine in Frauenhäusern der AWO erhalten bundesweit jedes Jahr mehr als 1.500 Frauen und 1.600 Kinder Schutz und Hilfe. Auch die drei Frauenhäuser der AWO Saarland in Neunkirchen, Saarbrücken und Saarlouis mit insgesamt 55 Plätzen sind kontinuierlich belegt. Außer einer sicheren Zuflucht bieten die Frauenhäuser den Frauen und Kindern auch umfassende Beratung und Unterstützung für die weitere Zukunft.
Gleich mehrere saarländische Firmen und Institutionen förderten die Arbeit der AWO-Frauenhäuser in den vergangenen Wochen mit Sach- und Geldspenden. Dazu zählt z. B. die Eppelborner peko gmbh (s. Foto oben), die mit anderen großzügigen Spendern die Schaffung eines dringend benötigten neuen Spielbereichs im Frauenhaus Neunkirchen möglich macht. Es soll ein Wohlfühlbereich entstehen, wo die oft traumatisierten Kinder zur Ruhe kommen, spielen und Ausdrucksformen für ihre Gefühlslagen finden können. Die Spendensammlung hierfür erfolgte über die AWO-Saarland-Stiftung.
Ein anderes Beispiel ist die Weihnachtsbaum-Aktion der Wirtschaftsprüfungs-gesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) GmbH Saarbrücken. Deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erfüllten persönlich Weihnachtswünsche der Kinder aus den drei AWO-Frauenhäusern. Oft müssen die Kinder Hals über Kopf das Zuhause verlassen und können kein Spielzeug mitnehmen. Und bis die finanzielle Situation der Mütter geklärt ist, mangelt es an allem. Auch wenn es in den Frauenhäusern Spielmaterial gibt, können doch kleine persönliche Wünsche der Kinder zu Weihnachten meist nicht erfüllt werden. Im Rahmen der Weihnachtsbaum-Aktion der PwC durfte jedes Kind einen Wunsch im Wert von bis ca. 25 € aufschreiben. Kurz vor Weihnachten wurden dann 43 liebevoll verpackte Geschenke an die AWO-Mitarbeiterinnen übergeben, die diese unter den Weihnachtsbaum legten (s. Foto). Die Kinder und Jugendlichen bedankten sich Anfang Januar mit Briefen und selbstgemalten Bildern für so viel Engagement.