Weihnachtstaschen in der AWO-Notschlafstelle verteilt

Weihnachtstaschen in der AWO-Notschlafstelle verteilt

Auch dieses Jahr haben die AWO-Notschlafstelle Malstatt und die Psychosoziale Beratung für Substituierte (PSB) im Advent wieder üppig gefüllte Nikolaus-Taschen an Wohnungslose und andere besonders bedürftige Menschen verteilt. Insgesamt 160 Taschen waren mit verschiedenen Lebensmitteln und Weihnachtsgebäck gepackt worden.

Finanziert wurde die Aktion aus Spenden, die anlässlich der Trauerfeier für den AWO-Ehrenvorsitzenden Paul Quirin bei der AWO-Saarland-Stiftung eingegangen waren. Die Unterstützung von Wohnungslosen hatte Paul Quirin besonders am Herzen gelegen. Dank der Spenden erhielt in diesem Jahr deshalb jeder Beschenkte zusätzlich einen Lebensmittelgutschein zur freien Verwendung.

Der Stiftungsratsvorsitzende Peter Gillo (Foto) und seine Stellvertreterin Heike Kayser ließen es sich nicht nehmen, bei der Ausgabe der Geschenke-Taschen mit anzupacken und jedem Frohe Weihnachten zu wünschen. Unterstützt wurden sie dabei von Gisela Klimbingat, der Lebensgefährtin von Paul Quirin, die sich sehr über diese Verwendung der Trauerspenden freute und sich vor Ort ein Bild von der aktuellen Arbeit der Notschlafstelle machte.

Mit einem weiteren Teil der Spenden konnte außerdem ein dringend benötigter Speisen-Warmhaltewagen für die kleine Küche der Notschlafstelle angeschafft werden: Hier werden zurzeit täglich rund 50 Menschen mit einer warmen Mittagsmahlzeit versorgt. Zusätzlich bringt der AWO-SOS-Express noch warmes Essen zu Aufenthaltsorten von Menschen, die auf der Straße leben.

Alle Kinder sind dabei

Alle Kinder sind dabei

„Alle sind dabei – Präventionsnetzwerkstelle Kinderarmut“, so heißt ein Projekt, das Anfang 2025 beim AWO-Sozialraumbüro Malstatt gestartet ist. Ziel ist es, sozial benachteiligte Kinder, Jugendliche und Familien aus Malstatt und Burbach auf dem Weg in eine bessere Zukunft zu begleiten und sie in ihrer Selbstständigkeit zu stärken. Zusammen mit anderen Vereinen und Ehrenamtsstrukturen sowie den Familien selbst sollen so neue Angebote in den beiden Stadtteilen geschaffen und dadurch Lücken im Hilfesystem geschlossen werden.

Die AWO-Saarland-Stiftung unterstützt die Arbeit der beiden engagierten Projektmitarbeiterinnen in zwei Bereichen:

Das Projekt „Schlaumeier“ steht für zusätzliche Bildungsaktivitäten. Mit Hilfe von Spenden der Stiftung wurde ein kostenloses Nachhilfeangebot für Kinder etabliert, die zusätzliche Unterstützung zum Schulbesuch benötigen. Es richtet sich an Grundschulkinder, die keinen Ganztagsplatz haben. Die Nachhilfe findet je einmal wöchentlich in Malstatt und Burbach statt. Auch Angebote wie Schultütenbasteln oder ein Eltern-Kurs rund um das Thema Schule gehören dazu.

Für mehr Teilhabe und Bildung organisiert das Präventionsnetzwerk außerdem für die Kinder zusätzliche Freizeitaktivitäten in Saarbrücken: Wie z.B. Besuche von Museum, Theater oder Bibliothek, Koch- und Backnachmittage, Spielplatz-Tests in den Stadtteilen u.v.m. Das Programm, das auch 2026 fortgesetzt werden soll, wird von den Kindern selbst mit ausgewählt. Ermöglicht werden diese Aktivitäten aus den Centbeträgen, die AWO-Beschäftigte im Jahr 2024 bei der monatlichen Gehaltsabrechnung gespendet hatten.

 

Erste Hilfe mit Unterstützung der Stiftung

Es kann jedem und überall passieren: Jemand anderes ist verletzt und braucht schnell medizinische Erst-Hilfe. Wie man dann am besten reagiert, lernten Kinder und Jugendliche aus AWO-Wohngruppen an einem Ferientag.

Der Tag startete mit einem Kurs für zwölf Kinder von 6-12 Jahren, die sich begeistert dem Motto „Kinderleichte Erste Hilfe“ mit Bert dem Bären (siehe Foto) widmeten. Die Energie und Begeisterung der Kleinen war spürbar und ansteckend – eine enorme Motivation für alle Beteiligten. Kursleiter Mirko Lenz, Notfallsanitäter vom DRK-Kreisverband Homburg, und AWO-Erziehungsleiterin Christina Schwarz waren beeindruckt von der Ernsthaftigkeit und der Energie der Kids. Die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer übten Verbände, erkundeten den Rettungswagen und erlernten wichtige Griffe, um bei Verschlucken jemandem sicher zu helfen. Alle ließen sich mit Ernst und Aufmerksamkeit darauf ein und zeigten große Konzentration.

Die Ergebnisse waren überwältigend: Gestärkt von Eis und Gummibärchen, ausgestattet mit einem Erste-Hilfe-Set und reich an neuem Wissen und Können, zogen die Kids begeistert von dannen. Einige fragten sofort bei ihren Erzieher*innen, ob sie nicht in eine der örtlichen Jugendrotkreuz-Gruppen aufgenommen werden könnten – was einer der größten Beweise für den Erfolg des Tages ist.

Am Nachmittag setzten 18 Jugendliche die Lernreise fort, und erneut war eine spürbare Konzentration und große Aufmerksamkeit spürbar. Zumal bereits Vorerfahrungen aus dem Schulsanitätsdienst sowie Einsätze bei der Jugendfeuerwehr vorhanden waren, die das Lernen zusätzlich bereicherten.

Mit viel Aufmerksamkeit, gegenseitiger Unterstützung und unter der kompetenten Anleitung unseres Kursleiters konnten die Jugendlichen ihr lebensrettendes Wissen deutlich erweitern: Vom präzisen Absetzen eines Notrufs bis hin zur Herzdruckmassage – der Kurs bot praxisnahes Training, das nachhaltig wirkt und die Teilnehmenden bestens vorbereitet zurücklässt. Auch die Jugendlichen erhielten ein Erste-Hilfe-Set um im Alltag auch entsprechend ausgerüstet zu sein.

Die Kosten für die 30 Erste-Hilfe-Sets übernahm die AWO-Saarland-Stiftung – als Dankeschön für das große Engagement der Teilnehmenden.

Ein Nachruf auf Paul Quirin, Initiator der AWO-Saarland-Stiftung

Ein Nachruf auf Paul Quirin

Ein Nachruf auf das Lebenswerk von Paul Quirin, der am Sonntag, 31. August 2025, verstorben ist und dem wir für sein Wirken immer dankbar bleiben werden. Er war der Gründer der AWO-Saarland-Stiftung im Jahr 2009: 

Paul Quirin: Ein Gestalter mit Herz und Haltung für das Saarland

„Mit Paul Quirin verlieren das Saarland und die Arbeiterwohlfahrt (AWO) einen herausragenden Sozialpolitiker und unermüdlichen Kämpfer für soziale Gerechtigkeit. In mehr als einem halben Jahrhundert Engagement – davon 26 Jahre als Landesvorsitzender der AWO Saarland – prägte sein Wirken als visionärer Pragmatiker das soziale Saarland und entfaltete Wirkung für die Menschen“, bilanziert Marcel Dubois, AWO-Landesvorsitzender, das Lebenswerk von Quirin.

Paul Quirin verband in einzigartiger Weise das unternehmerische Denken mit dem Engagement für gelebte Solidarität. Bereits 1964 trat er in die SPD und die AWO ein. Früh geprägt vom sozialen Gerechtigkeitssinn seines Elternhauses, engagierte er sich zunächst im Personalrat und in der Gewerkschaft, bevor er kommunalpolitisch Verantwortung übernahm: als Bürgermeister von Heusweiler und SPD-Landtagsabgeordneter, wo er sich für den sozialen Wohnungsbau starkmachte. Parallel begann seine Laufbahn im Gesundheitswesen – als Verwaltungsdirektor der Krankenhäuser in Brebach und Völklingen. Später führte er als Geschäftsführer die Saarland-Heilstätten GmbH (SHG) zu einem modernen, leistungsstarken Klinikverbund, unter anderem durch die Gründung des Herzzentrums Völklingen.

Doch sein Lebenswerk blieb bis zuletzt die AWO. In einer Zeit der Krise übernahm er 1986 die Führung des Landesverbandes – aus Überzeugung und Verantwortung. Aus dem Verband formte er ein modernes, leistungsfähiges Sozialunternehmen mit klarer Struktur. Dabei verlor er nie die Grundwerte der AWO aus dem Blick: Solidarität, Toleranz, Gleichheit, Gerechtigkeit und Freiheit.

Unter seinem Vorsitz wuchs die AWO Saarland zum größten Anbieter stationärer Altenhilfe im Land mit 27 Einrichtungen, über 2.100 Pflegeplätzen und einem Investitionsvolumen von rund 160 Mio. Euro. In der Kinder- und Jugendhilfe baute er das „Sozialpädagogische Netzwerk“, heute „AWO Familie“, mit über 170 Angeboten auf. Im Bereich Behindertenhilfe entstanden unter seiner Führung moderne Wohnformen, neue Werkstätten und ambulante Dienste, unter anderem mit dem Verbund für Integration und Bildung. Paul Quirin war Vordenker und Pragmatiker: Ob Kurzzeitpflege, betreutes Wohnen, Sozialraumorientierung oder Inklusion – viele heute etablierte Konzepte trugen seine Handschrift.

Mit Weitsicht und Verantwortungsbewusstsein formte er die AWO im Saarland mit über 300 Einrichtungen und mehr als 5.000 Beschäftigten zu einem der größten Arbeitgeber im Saarland. Dabei verlor er nie den Menschen aus dem Blick. Für Betroffene hatte er stets ein offenes Ohr. Zahlreiche soziale Angebote wie Frauenhäuser, Obdachlosenhilfe oder Integrationsbetriebe gingen direkt auf seine Initiative zurück. Als überzeugter Internationalist stärkte er die Partnerschaften nach Frankreich und Afrika, etwa durch Hilfsprojekte in Benin oder den Aufbau eines Aids-Waisenhauses. Auch auf Bundesebene wirkte er im AWO-Vorstand, wo er sich für das Vereinsmodell und gegen überbordende Bürokratie in der Pflege einsetzte. Besonders am Herzen lagen ihm Projekte zur Unterstützung von Menschen in akuten Notlagen. So initiierte er 2009 die AWO-Saarland-Stiftung, die Menschen in Notlagen unbürokratisch und schnell half, und er war stets ein starker Partner des Hilfegedankens der AWO-Notschlafstelle und des Solidaritätsmobils für Obdachlose in Saarbrücken-Malstatt.

Paul Quirins Streitbarkeit war stets Ausdruck von Leidenschaft für die Sache. Seine eigene Familie nannte ihn einmal „querköpfig“. Er blieb klar in seiner Haltung und hatte für die sozialen Fragen in der Zusammenarbeit aller in der AWO immer ein offenes Ohr. Er forderte Leistung ein und bot Unterstützung. Sein Führungsstil verband Stärke mit Empathie, sein Denken verband soziale Gerechtigkeit mit unternehmerischem Handeln. Für ihn war die AWO eine Familie – und diese Familie trauert um einen, der ihr Gesicht und Richtung gegeben hat.

Für seine Verdienste erhielt er unter anderem das Bundesverdienstkreuz am Bande, die Marie-Juchacz-Plakette der AWO und die Freiherr-vom-Stein-Medaille. „Paul Quirin war ein Sozialarchitekt, der das Saarland mitgebaut hat. Sein Erbe lebt in den Einrichtungen, Projekten und Herzen unzähliger Menschen weiter“, sagt der heutige AWO-Landesvorsitzende Marcel Dubois, der 2012 die Nachfolge Quirins übernahm. Die AWO Saarland trauert um Paul Quirin, den Takt- und Impulsgeber einer AWO, auf die er selbst bis zuletzt stolz war, wie er noch bei der 100-Jahr-Feier des Verbandes 2024 sagte: „Es macht mich stolz, armen Menschen zu helfen. Das ist die Aufgabe der Arbeiterwohlfahrt! Ich bin stolz, dass die AWO noch immer nach den Urgrundsätzen unserer Satzung ein sozialer Verband ist, der viel Gutes macht.“

Unser tiefes Mitgefühl gilt seinen Angehörigen und Weggefährten. Die AWO Saarland und der Stiftungsrat der AWO-Saarland-Stiftung verneigen sich vor einem großen Menschen, dessen Lebenswerk Auftrag und Verpflichtung bleibt.

Jahresbericht 2024 im neu konstituierten Stiftungsrat

Jahresbericht 2024 im neu konstituierten Stiftungsrat

Die AWO-Saarland-Stiftung hilft Wohnungslosen und anderen Menschen in besonderen Notlagen im Saarland. In den ersten 15 Jahren seit ihrer Gründung 2009 konnte die AWO- Saarland-Stiftung mit Hilfe von Spenden über 6000 Mal Einzelfallhilfe leisten und darunter auch für besonders von Armut betroffene Kinder und Familien blitzschnelle Soforthilfen bereitstellen. Die Spendenempfänger werden von AWO-Einrichtungen betreut und die Fälle auf diese Weise bekannt. Dabei helfen oft schon kleinere Beträge, um noch größere Not zu verhindern.

Zusätzlich konnten seit Stiftungsgründung 255 AWO-Projekte für von Armut Betroffene gefördert werden, zog Peter Gillo Bilanz, der als neuer Vorsitzender des Stiftungsrats in der Landesgeschäftsstelle der AWO die erste Sitzung des Gremiums leitete. „In unserem gut ausgestatteten Sozialsystem gibt es trotzdem Lebenslagen, wo das System nicht schnell genug ist“, sagte Gillo. Die AWO-Saarland-Stiftung biete hier kürzeste Reaktionszeiten. Angela Trockle vom Vorstand der Stiftung nannte das Beispiel einer älteren Dame in Saarbrücken, die ihre vier Enkelkinder wegen der Drogensucht ihrer Tochter bei sich aufnahm und nicht die notwendige Sachausstattung hatte. Hier habe die AWO sofort Anschaffungen für das Notwendigste ermöglicht.

Im Jahr 2024 konnte die AWO-Saarland-Stiftung insgesamt 804 individuelle Hilfen für Menschen in Notsituationen leisten, davon 640 in Form von Lebensmittelgutscheinen. Außerdem wurden zehn kleine Projektaktivitäten zugunsten besonders benachteiligter Menschen gefördert. Siehe Förderbeispiele 2024 

Seit ihrer Gründung wurden Spenden von mehr als 1,1 Millionen Euro eingenommen und bis heute eine runde Million Euro ausgeschüttet. In der konstituierenden Sitzung des Stiftungsrats wurden neben Peter Gillo als Vorsitzenden die weiteren Mitglieder Christine Becker, Dr. Regina Görner, Paul Quirin, Heike Kayser (stellvertretende Vorsitzende) und Hans Martin berufen. Den Stiftungsvorstand bilden neben Angela Trockle die AWO-Landesgeschäftsführer Jürgen Nieser (Vorsitz) und Andreas Jodko.

Foto: Der neu konstituierte Stiftungsrat mit Peter Gillo (links, Vorsitz), Paul Quirin, Christine Becker, Heike Kayser, Hans Martin und Dr. Regina Görner (fehlt im Bild).

 Stipendiatentreff in der Landesgeschäftsstelle

Stipendiantentreffen in der Landesgeschäftsstelle

Seit 2021 ist es der AWO-Saarland-Stiftung dank einer zweckgebundenen Spende möglich, benachteiligte Studierende im Bereich Sozialwissenschaften mit einem einjährigen Stipendium zu fördern.

Bei einem Stipendiatentreffen kamen die aktuell von der Stiftung geförderten Studierenden in der Landesgeschäftsstelle der AWO in Saarbrücken zusammen, um sich zu informieren und auszutauschen. Die Stipendiat*innen erhielten die Gelegenheit, die Stiftung sowie die AWO Saarland mit ihren unterschiedlichen Arbeitsbereichen näher kennenzulernen. Mit vor Ort waren Vertreter*innen der StudienStiftungSaar sowie Ansprechpersonen der Hochschule für Technik und Wirtschaft htw saar.

Nach einem ersten Kennenlernen bei alkoholfreien Cocktails konnten die Studierenden kostenlose Porträtfotos von sich anfertigen lassen. Im offiziellen Teil gab AWO-Landesgeschäftsführer Jürgen Nieser einen Überblick über Tätigkeitsfelder, Werte und Ideen der Arbeiterwohlfahrt. „Wir bieten nicht nur Arbeitsplätze, sondern vertreten auch ein gesundes Selbstbewusstsein der sozialen Arbeit. Wir sind der Auffassung, dass soziale Arbeit ein elementarer Bestandteil der sozialen Infrastruktur unseres Landes ist. Sie soll im Transformationsprozess der saarländischen Wirtschaft eine zentrale Rolle einnehmen. Soziales ist keine Restgröße, bei der in der Politik nur das aufgewendet wird, was im Budget übrigbleibt. Vielmehr leisten wir gute, kompetente Arbeit, die Menschen befähigt, ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten. Es geht uns darum, demokratisch für diese Gesellschaft einzustehen“, so Jürgen Nieser. In einem offenen Austausch bei Kaffee und Kuchen berichteten die Studierenden aus den Fachrichtungen Pädagogik und Soziale Arbeit über ihre Visionen, Ziele und Beweggründe für das Studium.

 

Fröhliche Gesichter dank Mitarbeiter-Spenden

Fröhliche Gesichter dank Mitarbeiter-Spenden

Seit 2014 besteht für Beschäftigte der AWO Saarland die Möglichkeit, für den guten Zweck freiwillig auf die Auszahlung der monatlichen Cent-Beträge zu verzichten. Das gesammelte Geld erhält die AWO-Saarland-Stiftung, die damit jedes Jahr ein besonderes AWO-Projekt zugunsten bedürftigter Menschen ermöglicht.

Im letzten Jahr profitierten die Wohngruppen für Menschen mit seelischer Behinderung in Burbach, Völklingen, Saarbrücken und Nalbach von der Spendenfreudigkeit der AWO-Mitarbeiter*innen. Insgesamt waren 2023 durch den Cent-Verzicht 4.203,10 € zusammengekommen. In Abstimmung mit dem Betriebsrat wurde entschieden das Geld für größere, gemeinsame Freizeitaktivitäten der in den Wohngruppen lebenden Menschen einzusetzen.

Den Anfang machte Ende 2024 eine große Weihnachtsfeier für alle im „Herren- und Damensaal“ der AWO-Landesgeschäftsstelle. In dieser Form fand dies zum ersten Mal statt und sorgte für viel fröhliche Gesichter und strahlende Augen. Was sicher auch an der festlichen Deko und dem bunten Programm lag: Es gab Livemusik von James Maitland Boyle, ein weihnachtliches Fotoshooting, Gedichtvorträge von zwei Bewohnerinnen sowie gemeinsames Singen. Nach einem festlichen Mittagessen machte der Weihnachtsmann seine Aufwartung und hatte für jeden der 72 Gäste ein kleines Geschenk im Gepäck.

Bei Kaffee und Kuchen wurde im Anschluss noch viel geplaudert, bis das Fest am späten Nachmittag zu Ende ging. Für alle war dies etwas ganz Besonderes, auch weil die meisten im Alltag wenig Abwechslung haben und aufgrund ihrer Erkrankung wenig unterwegs sein können. Zwischen den Wohngruppen wurden neue Kontakte geknüpft und alle freuen sich schon auf weitere gemeinsame Aktivitäten, die im Frühjahr mit dem restlichen Spendengeld geplant sind.

AWO-Teekessel erfüllt sich lange gehegten Wunsch

AWO-Teekessel erfüllt sich lange gehegten Wunsch

Der „Teekessel“ der AWO in Völklingen ist ein offenes Angebot für Menschen die an chronischen psychischen Erkrankungen oder seelischen Belastungen leiden. Hier erhält man Rat und Hilfe und kann von Montag bis Freitag an Beschäftigungs- und anderen Gruppenangeboten teilnehmen. Diese sind sehr wichtig, auch weil sie stimmungsaufhellend wirken und so zur Stabilisierung der seelischen Gesundheit beitragen.

Weil die meisten Gäste aufgrund ihrer Krankheit nur über ein sehr geringes Einkommen verfügen, sind Ausflüge oder gar Urlaub für sie unerschwinglich. Umso größer war die Freude, als sich dank einer großzügigen Unternehmensspende im letzten Jahr die Möglichkeit bot, gemeinsam einen schönen Tageausflug zu planen.

Schon lange bestand der Wunsch, in der Adventszeit einen großen Weihnachtsmarkt in der Region zu besuchen. Die Wahl fiel auf das malerische Straßburg. Mitte Dezember war es dann soweit: Die Vorfreude war groß, als es morgens in einem eigens angemieteten Reisebus für die 41 Teekessel-Gäste mit Betreuern Richtung Elsass ging. Weil die Verpflegung auf dem Weihnachtsmarkt teuer ist, hatte der Teekessel aus dem Spendengeld für alle noch ein kleines Lunchpaket für unterwegs gepackt.

In Straßburg angekommen ging es erst einmal gemeinsam zur Kathedrale. Wer gut alleine zurechtkam, konnte im Anschluss den Weihnachtsmarkt auf eigene Faust erkunden. Wer sich sicherer in einer von Mitarbeitern geführten Gruppe fühlte, schloss sich diesen an. Beim Flanieren durch die Gassen und Plätze der Stadt mit der beindruckenden Weihnachtsbeleuchtung und den wunderschön geschmückten Häusern kamen die Teilnehmenden aus dem Staunen nicht mehr heraus. Auch die vielen Weihnachtsstände mit den elsässischen Keramiken und anderem Kunsthandwerk wurden sehr bewundert. Müde und voller schöner weihnachtlicher Eindrücke ging es nach Einbruch der Dunkelheit wieder nach Völklingen zurück.

Ein schöner und außergewöhnlicher Tag, der bei allen noch lange nachwirkt. Noch Wochen später schwelgen die Teekessel-Gäste in den Erinnerungen und Fotos an dieses Highlight.

 

AWO-Saarland-Stiftung fördert Studierende

AWO-Saarland-Stiftung fördert Studierende

Auch im Studienjahr 2024/25 ist es der AWO-Saarland-Stiftung wieder möglich, zehn Studierende der htw im Bereich Sozialwissenschaften mit einem einjährigen Stipendium zu fördern.

Das Stipendium beträgt 300 € pro Monat, wovon die Hälfte von der AWO-Saarland-Stiftung kommt, die andere Hälfte steuert der Bund im Rahmen des „Deutschlandstipendiums“ bei.

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde bei der IHK des Saarlandes erhielten die Studierenden Ende November ihre Förderurkunde.

Mit dem Stipendium möchte AWO-Saarland-Stiftung jungen Menschen mit eingeschränkten finanziellen Möglichkeiten oder anderen sozialen Nachteilen ein Studium im sozialen Bereich ermöglichen. Oft handelt es sich um „Studienpioniere“, d.h. sie sind die ersten in der Familie, die ein Studium absolvieren, und sind auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Der AWO-Saarland-Stiftung stehen hierfür zweckgebundene private Spenden zur Verfügung.

Schon beim ersten Kennenlernen wurde deutlich, wie wichtig das Stipendium für die einzelnen Studierenden ist. Alle äußerten sich sehr froh und dankbar darüber, dass sie sich durch das Stipendium deutlich stärker auf ihr Studium konzentrieren können. Zumal viele sich neben dem Studium auch noch ehrenamtlich sozial engagieren. Bei einigen ist die Möglichkeit, sich das Studium durch Jobs zu finanzieren, zusätzlich durch Familien- oder Pflegeaufgaben oder durch sonstige Belastungen eingeschränkt.

Für das Frühjahr 2025 ist ein Treffen bei der AWO Saarland geplant, um den Austausch zu vertiefen.

Im Bild: Die Studierenden und die Vertreter der AWO-Saarland-Stiftung nahmen die Förderurkunden von Prof. Dr. Thomas Bousonville, htw saar, und Daniel Wagner, StudienStiftungSaar (5. und 1. von rechts) entgegen

Doppeltes Glück zur Hochzeit: Brautpaar spendet für Babybegrüßungsgeschenke des AWO Sozialraumbüros

Doppeltes Glück zur Hochzeit: Brautpaar spendet für Babybegrüßungsgeschenke des AWO Sozialraumbüros

„Glück ist das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt“ (Albert Schweitzer.)

Im vorliegenden Fall hat sich das Glück sogar vervielfacht: Corina Leible und Ralf Schneider gaben sich das Ja-Wort. Da die beiden schon lange zusammenleben, war der Hausstand bereits komplett. „So kamen wir auf die Idee, dass es schön wäre, wenn wir uns Geld zur Hochzeit wünschen und dieses spenden“, so Bräutigam Ralf Schneider. Und auch für Braut Corina Leible war klar, wohin das Geld gehen sollte: „Ich wusste gleich, dass ich das Geld auf jeden Fall an ein Projekt für Kinder spenden möchte“.

Ihr frisch gebackener Ehemann Ralf Schneider ist beim VLG Großverbraucherdienst beschäftigt und arbeitet daher regelmäßig mit der AWO Saarland zusammen, denn sein Betrieb beliefert die AWO Küchen.

Der Landesgeschäftsführer der AWO Saarland, Andreas Jodko, bedankte sich für die gespendeten 2.200 Euro und das Engagement des Brautpaares: „Ich finde Ihre Idee schön und wir sind sehr dankbar, dass Sie sich für unser Projekt entschieden haben. Das Geld wird an das Präventionsprojekt Babywillkommenspakete gehen.“

Silke Stäcker ist die Bereichsleitung der ambulanten Hilfen der AWO im Saarland und sie erklärte den Spendern das Projekt: „Wir betreuen Familien und wenn wir mitbekommen, dass jemand Nachwuchs bekommt, bekommt diese Familie von uns das Babywillkommenspaket. Dieses beinhaltet Produkte, die auf die Familie abgestimmt sind. Da wir mit den Familien eng zusammenarbeiten, können wir hier gezielt dafür einkaufen Eine Mutter hat beispielsweise in Gesprächen erwähnt, dass sie gerne Babymassagen machen möchte. Also wird in ihrem Willkommenspaket Babymassageöl enthalten sein. Aber auch Kleinigkeiten, um die Wohnung sicherer zu machen, sind denkbar. Oft haben die Familien nur Geld für das Wichtigste wie Windeln und Feuchttücher.“

Mit dem Spendengeld des Brautpaares sei fast ein ganzes Jahr abgesichert worden. „Wir planen momentan mit 100 Babywillkommenspaketen jährlich“, so Angela Trockle von der AWO Stiftung, die sich bei den Spendern und ihren Gästen herzlichst bedankte.