Neujahrswünsche werden wahr

Geschenktisch für Kinder

Neujahrswünsche werden wahr

 

Zum zweiten Mal war es der Psychosozialen Begleitung (PSB) der AWO Saarland e.V. dank einer größeren Spende möglich, vielen Kindern aus den von ihnen betreuten Familien einen kleinen Neujahrswunsch zu erfüllen.

Die PSB unterstützt im Rahmen der Substitution suchtkranke Menschen, die eine Ersatztherapie machen, durch persönliche Beratung, Vermittlung von Hilfen sowie individuelle alltagspraktische Begleitung in verschiedenen Lebensbereichen.

Alle Kinder leiden unter den Auswirkungen der schon lange andauernden Corona-Pandemie. Sie müssen auf vieles verzichten. Für Kinder, deren Familie ohnehin schon besonderen Belastungen ausgesetzt sind, trifft dies aber ganz besonders zu. Mit ihrer Geschenke-Aktion wollten die PSB-Mitarbeiterinnen deshalb den Kindern und Jugendlichen der betreuten Familien ganz gezielt eine Freude machen und sie die schwere Zeit ein wenig vergessen lassen.

Von jedem der Kinder wurde ein kleiner persönlicher Wunsch notiert:  So wünschte sich beispielsweise ein Vater für seine erst kürzlich geborene Tochter einen kuscheligen Strampler. Ein sechzehnjähriger Junge wünschte sich ein Buch über einen Samurai für spannende Lesestunden. Und drei Geschwister im Alter von zehn bis dreizehn wünschten sich gemeinsam unterschiedliche Sorten von „intelligenter Knete“, um sie gemeinsam in ihren Eigenschaften zu erforschen.

Die Mitarbeiterinnen der PSB schafften es, jeden der 65 Kinder-Wünsche zu erfüllen. Liebevoll verpackt wurden die Geschenke zu Jahresbeginn an jedes Kind persönlich überbracht und sorgten für ein Lächeln und strahlende Augen. Als kleine leichte Brise, die Aufwind gibt für einen guten Start ins neue Jahr.

Ein herzliches Dankeschön aller Beteiligten geht deshalb an die Bauunternehmung Schröder & Co. KG GmbH, die diese wichtige Unterstützung bereits zum zweiten Mal möglich gemacht hat.

Frohe Weihnachten für alle

Weihnachtsfeier im Kiez Burbach

Frohe Weihnachten für alle

Schon Wochen vorher freuen sich jedes Jahr rund 300 Kinder aus Burbach und Umgebung auf den bunten Advent-Nachmittag mit Zauberei, Musik, Mitmach-Angeboten, leckerem Essen und natürlich auf die Bescherung durch den Nikolaus. Aber wie schon 2020 musste die AWO leider auch
2021 wieder auf die Ausrichtung ihrer großen Kinder-Weihnachtsfeier im Bürgerhaus verzichten.

Dabei war der Wunsch groß, den Kindern, die auch im zweiten Pandemie-Jahr wieder vielen Belastungen ausgesetzt waren, eine Freude zu machen. Deshalb wurden vom Team des AWO-Kinder- und Elternbildungszentrum KIEZ wieder 300 Weihnachtstaschen liebevoll zusammengestellt.
Und anschließend über die AWO-Sozialraumbüros in Burbach, Völklingen und Malstatt sowie über die Burbacher Gemeinwesenarbeit an die Kinder verteilt. Auch die nachmittags im AWO-KIEZ Burbach betreuten Schulkinder durften sich natürlich wieder über eine gut gefüllte Weihnachtstasche freuen (siehe Foto).
Neben Spiel-, Bastel- und Malsachen enthielten die Taschen wieder Nützliches, wie Kinderzahnbürsten oder Hygieneartikel. Und auch Leckereien, wie ein fair gehandelter Schoko-Nikolaus, fanden mit Unterstützung der AWO-Saarland-Stiftung wieder den Weg in jede Tasche.

Damit auch die bedürftigen Erwachsenen nicht zu kurz kommen, hat die AWO-Notschlafstelle mit Hilfe der AWO-Saarland-Stiftung zusätzlich 200 weitere Taschen mit Lebensmitteln und Weihnachtsnaschereien vollgepackt, die in den nächsten Tagen an besonders bedürftige Menschen in Saarbrücken, Malstatt und Burbach persönlich überreicht werden. Zwar musste auch die Notschlafstelle wieder auf ihre traditionelle große Weihnachtsfeier verzichten. Sie bleibt aber mit ihrem Essens-, Übernachtungs- und Beratungsangebot auch über die Feiertage Anlaufstelle für alle, die Unterstützung oder einfach nur ein Gespräch benötigen.

 

 

 

Helfen im Saarland 2021

Helfen im Saarland 2021

Traditionell lädt die AWO Saarland jedes Jahr im Herbst zu einer Benefizveranstaltung zugunsten der AWO-Saarland-Stiftung ein. Dabei werden aktuelle und geplante Förderaktivitäten präsentiert.

Aufgrund der Pandemie musste der Benefizabend 2020 nach elf Jahren erstmals pausieren. Und auch 2021 wurde aus Gründen des Gesundheitsschutzes schon früh entschieden, vorsichtshalber noch einmal auf das gemütliche Beisammensein mit 200 und mehr Gästen im Herbst zu verzichten.

Stattdessen wurde, wie im Vorjahr, eine bebilderte Broschüre mit einer Vielzahl anschaulicher Beispiele zu den aktuellen Förderschwerpunkten erstellt:

Helfen im Saarland 2021

Die gestiegene Anzahl an Anträgen macht deutlich, dass diese Hilfen auch 2022 weiter wichtig bleiben werden.

Die AWO-Saarland-Stiftung bedankt sich auf diesem Weg ganz herzlich bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern für ihr Engagement und wünscht allen einen guten und vor allem gesunden Jahres-Ausklang.

Hilfe beim Schulstart

Hilfe für den Schulstart von Kindern aus der Landesaufnahmestelle

Hilfe beim Schulstart

Besonders betroffen von den Einschränkungen der Corona-Pandemie waren die Kinder, die in der Landesaufnahmestelle (AnkER-Zentrum) in Lebach aufwachsen. Durch die räumliche Enge, Isolation und Sprachbarrieren haben es die Kinder ohnehin schwer. Durch Lockdown, Quarantäne-Regelungen, Kita-Notbetrieb und Kontaktbeschränkungen waren viele in der motorischen, sprachlichen und pädagogischen Entwicklung zusätzlich zurückgefallen. So sehr, dass bei einigen Kindern fraglich war, ob sie überhaupt eingeschult werden können.

Weil sich immer mehr besorgte Eltern an den AWO-Ortsverein Lebach wandten, entschied dieser sich kurzerhand ein Förderangebot auf die Beine zu stellen. Mit finanzieller Unterstützung des saarländischen Sozialministeriums und einem Zuschuss der AWO-Saarland-Stiftung findet seit Juni zwei Mal wöchentlich ein Förderangebot für die Kinder in den Räumen des Ortsvereins statt. Unter der Überschrift „Wir gehen in die Schule“ lernen die Kinder spielerisch die deutsche Sprache, werden an Buchstaben und Zahlen herangeführt und üben ihre motorischen Fähigkeiten. Je nach Bedarf erhalten die Kinder zusätzlich individuelle Förderung. Darüber hinaus unterstützt das Angebot die Integration der Kinder in das Gemeindeleben.

Sozialpädagogin Katharina Storb, die das Projekt leitet und langjährige Erfahrung aus der Kinder- und Jugendarbeit in Lebach mitbringt, berichtet von hochmotivierten Kindern, die bereits in den ersten Wochen große Entwicklungsschritte gemacht haben.

Sofern sich eine Finanzierung findet, soll das Projekt auch über das Jahr 2021 fortgesetzt werden.

AWO-Beschäftigte sorgen für Lebensfreude

Spendenübergabe Mitarbeitercent

AWO-Beschäftigte sorgen für Lebensfreude

Um sie zu transportieren, bräuchte man sicher eine Schubkarre: Insgesamt 440.399 Cents, d.h. umgerechnet 4.403,99 €, spendeten AWO-Beschäftigte über die Aktion „Kleiner Beitrag – große Hilfe“ im Jahr 2020 für soziale Zwecke an die AWO-Saarland-Stiftung. Dabei verzichten die Teilnehmenden monatlich auf die Cent-Beträge aus ihrer Gehaltsabrechnung. Diese werden separat gesammelt und jedes Jahr für ein besonderes Projekt zur Verfügung gestellt. Im letzten Jahr nutzten fast 800 AWO-Beschäftigte diese Möglichkeit, ohne großen Aufwand etwas für bedürftige Menschen zu tun.

AWO-Betriebsrat und Stiftungsvorstand danken allen Teilnehmenden für dieses Engagement. Unter dem Motto „Zusammenhalt trotz Corona“ sollen in diesem Jahr gleich zwei Einrichtungen/Projekte bedacht werden:

Zum einen die therapeutischen Schülerhilfen der AWO im Landkreis Saarlouis und dem Saarpfalzkreis. Zum anderen die beiden Treffpunkte für Menschen mit und ohne Behinderung „Café Courage“ in Dillingen und Nunkirchen. Denn sowohl Schulkinder mit Förderbedarf als auch Menschen mit Behinderung waren von den Corona-bedingten Einschränkungen seit März 2020 besonders betroffen

Mit Hilfe der Spende sollen zusätzliche Freizeitaktivitäten ermöglicht werden, die den Zusammenhalt stärken, Teilhabe fördern und Freude bringen. So freut sich z. B. das Café Courage Dillingen schon jetzt darauf, im nächsten Jahr dank der Spende wieder eine Radtour mit Übernachtung durchführen zu können.

AWO-Beschäftigte, die sich an der Aktion „Kleiner Beitrag – große Hilfe“ beteiligen möchten, können sich hier anmelden. (PDF-Datei, 206 kb zum Download, bitte ausdrucken, unterzeichnen und an die Personalabteilung senden)

Stipendium für mehr Bildungsgerechtigkeit

Stipendium für HTW Studenten

Stipendium für mehr Bildungsgerechtigkeit

Soziale Arbeit wird in Zukunft weiter wichtig bleiben. Und dazu braucht es dringend gut qualifizierten Nachwuchs. Damit sich auch junge Menschen mit eingeschränkten finanziellen Möglichkeiten und anderen sozialen Nachteilen ein Studium im sozialen Bereich zutrauen, fördert die AWO-Saarland-Stiftung ab dem kommenden Wintersemester diese Zielgruppe mit einem Stipendium. Dies können z.B. Studierende aus nicht-akademischen Familien sein. Gedacht ist aber auch an alleinerziehende oder pflegende Studierende, die wegen ihrer familiären Aufgaben nur eingeschränkt etwas zum Studium hinzuverdienen können.

Dank einer zweckgebundenen Privatspende stellt die AWO-Saarland-Stiftung im kommenden Wintersemester über die StudienStiftungSaar bis zu neun Stipendien für Studierende an der htw saar zur Verfügung. Die Unterstützung richtet sich an finanziell bedürftige Studierende in den Fächern Soziale Arbeit, Pädagogik der Kindheit sowie Pflegeexpertise und Praxisanleitung.

Durch eine zusätzliche Aufstockung aus Bundesmitteln („Deutschlandstipendium“) können die Studierenden für ein Jahr lang einen Zuschuss von 300 € monatlich erhalten.

Das Stipendium, für das sich Studierende erstmals bis zum 15.07. bei der StudienStiftungSaar bewerben konnten, soll nach Möglichkeit auch in den nächsten Jahren weiter zur Verfügung stehen.

Hilfe in ausweglosen Situationen

Danke

Hilfe in ausweglosen Situationen

Insgesamt 183 Hilferufe in Form von Zuschuss-Anträgen erreichten die AWO-Saarland-Stiftung im Jahr 2020. Auch in diesem Jahr gingen bereits über 100 Anträge ein. AWO-Einrichtungen können Hilfen für bedürftige Klienten und Klientinnen im Saarland beantragen, wenn diese sich in einer besonderen Notlage befinden und keine andere Unterstützung möglich ist.

Bei der Mehrzahl der Bedürftigen handelt es sich um Familien oder allein Erziehende mit mehreren Kindern. Aber auch Alleinstehende, wie z. Ältere oder Kranke mit geringem Einkommen, sind unter den Zuschussempfängern, wie folgende Beispiele aus 2020 zeigen:

      • Eine allein erziehende Mutter mit zwei kleinen Kindern lebt in einer Wohnung mit Schädlingsbefall. Mit Hilfe der AWO findet sie eine neue Bleibe, das Jobcenter lehnt jedoch einen Zuschuss zu neuen Betten und Matratzen für die Kinder ab.
      • Aufgrund einer schweren psychischen Erkrankung muss eine Mutter von drei Kindern für mehrere Monate stationär behandelt werden. Die Kinder kommen kurzfristig zur Großmutter, die nur von einer kleinen Rente lebt und kein Geld für Kinderkleidung u.a. dringende Ausgaben hat.
      • Ein im Substitutionsprogramm betreuter Mann wird vorzeitig mit einem gebrochenen Bein aus dem Krankenhaus entlassen. Die Krankenkasse übernimmt die Fahrtkosten zur ambulanten Weiterversorgung jedoch nicht.
      • Eine ambulant betreute psychisch kranke Frau, die von Grundsicherung lebt, muss ins Krankenhaus. Da sie eine Stromnachzahlung leisten musste, fehlt ihr Geld um Nachthemden, Unterwäsche etc. zu kaufen.
      • Eine auf den Rollstuhl angewiesene Frau mit zwei Kindern hat kein Dach über dem Kopf. Die AWO-Saarland-Stiftung bewilligt einen Zuschuss zu Pensionskosten für einige Tage, bis eine andere Wohnmöglichkeit gefunden ist.
      • Ein Junge (Familie lebt von ALG II) benötigt alle paar Monate eine neue Brille bzw. Gläser, weil sich seine Sehkraft schnell verschlechtert. Die Krankenkasse übernimmt jedoch nur einen Teil der Kosten. 
      • Eine Familie mit zwei Kinder verliert durch einen Wohnungsbrand ihre Wohnung. Eine Notunterkunft wird gefunden, aber die alten Möbel können aufgrund der Giftstoffe nicht mit dorthin genommen werden.
      • Eine Frau im ALG-II-Bezug mit vier Kindern ist regelmäßig auf Spenden der Tafel angewiesen, um über die Runden zu kommen. Sie wendet sich um Hilfe an die AWO, weil die Tafel während des Lockdown über Wochen geschlossen ist.
      • Ein Klient der AWO-Schuldnerberatung lebt mit drei Kindern von 2 bis 8 Jahren in einer Wohnung ohne Strom. Um die Stromsperre zu unterbrechen, wird eine erste Abschlagszahlung benötigt. Die weitere Ratenzahlung wird mit Unterstützung der Schuldnerberatung gewährleistet.
      • Aufgrund der Pandemie stockt die Bearbeitung von Anträgen für Kindergeld etc. beim Jobcenter. Weil die Reserven aufgebraucht sind, benötigt eine Familie mit mehreren Kindern einen Zuschuss zur Überbrückung der nächsten Tage (für Schulfahrkarte etc.)
      • Eine Mutter von drei Kindern trennt sich von ihrem Mann und verlässt überstürzt die gemeinsame Wohnung. Sie kann nichts mitnehmen und hat keinerlei Zugriff auf Geld, Kindersachen oder Dokumente, alle Anträge liefen über den – zwischenzeitlich inhaftierten – Ehemann. Benötigt wird ein Zuschuss für Kinderkleidung.
      • Eine Familie mit sieben Kindern benötigt für zwei Kinder, die regelmäßig einnässen, neue Matratzen inklusive Matratzenschutz.
      • Aufgrund eines Formfehlers wurden einer jungen Mutter mit Baby vom Jobcenter keine Kosten für den Mehrbedarf des Kindes überwiesen. Benötigt wird ein Zuschuss für Windeln und Babynahrung.
      • Ein in einer AWO-Tagesgruppe betreutes Mädchen war schwer krank, nur durch eine Stammzellenspende konnte ihr Leben gerettet werden. In der Zeit der Krankheit hat sie bereits viel Schulstoff versäumt. Aufgrund eines fehlenden Tablets kann sie im Frühjahr während der Schulschließung auch nicht am online-Unterricht teilnehmen.
      • Eine allein erziehende Mutter kommt in Haft, zwei jüngere Kinder können bei der älteren Schwester unterkommen. Beim Umzug gehen die Schulbücher verloren, die Schule will keine neuen Schulbücher herausgeben, solange die alten nicht erstattet sind.
      • Ein Familienvater mit geringem Einkommen verdient durch die Pandemie (Wegfall Mehrarbeit) noch weniger als zuvor. In dieser Zeit geht die Waschmaschine kaputt, die in dem Haushalt mit drei schulpflichtigen Kindern dringend benötigt wird.

Mit Hilfe von Spenden konnte die AWO-Saarland-Stiftung in diesen Fällen eine einmalige finanzielle Unterstützung leisten. Darüber hinaus wurde über AWO-Einrichtungen wie Notschlafstelle, Familienhilfezentren oder die Schuldnerberatung in 550 dringenden Fällen mit Lebensmittelgutscheinen Hilfe geleistet.

5.000 Euro nach Spendenaufruf für Brandopfer in Heusweiler

5.000 Euro nach Spendenaufruf für Brandopfer in Heusweiler

Das Entsetzen und die Anteilnahme in der Gemeinde Heusweiler waren groß, als Anfang des Jahres bei einem Wohnhausbrand eine Person ums Leben kam und die Familie ihr Zuhause verlor.

Dr. Jörg Ukrow und Stefan Schmidt vom AWO-Ortsverein Heusweiler organisierten deshalb zusammen mit dem AWO-Kreisverband Regionalverband Saarbrücken und dem Vorsitzenden Jürgen Heermann kurzfristig eine Spendensammlung für die Familie, um ihnen schnell und unbürokratisch mit dem Nötigsten helfen zu können.

Insgesamt gingen nach dem Aufruf 4.700 Euro an Spenden bei der AWO-Saarland-Stiftung ein, die den Spendenbetrag auf 5.000 Euro aufstockte und diese Hilfe nun der Familie zukommen lässt. Die Spenden sind eine großartige Unterstützung, um den schweren Neustart der Familie tatkräftig zu unterstützen.

Der AWO Ortsverein Heusweiler bedankt sich zusammen mit dem AWO-Kreisverband und der AWO-Saarland-Stiftung ganz herzlich bei den 85 Privatpersonen und Firmen aus Heusweiler und dem gesamten Saarland für die solidarische Unterstützung der Brandopfer.

Im Bild von links: Stefan Schmidt, Dr. Jörg Ukrow (AWO-Ortsverein) Holger Wilhelm (AWO-Saarland-Stiftung) und Jürgen Heermann (AWO-Kreisverband Regionalverband Saarbrücken)

Corona: Wohnungslose brauchen besonderen Schutz

Danke für die Spenden!

Corona: Wohnungslose brauchen besonderen Schutz

Wie können wohnungslose Menschen vor einer Ansteckung mit Covid 19 geschützt werden? Und was passiert, wenn eine oder einer von ihnen positiv getestet wird?

Die Notschlafstelle der AWO in Malstatt hat schon in letztem Frühjahr schnell auf die Situation mit einem umfassenden Schutzkonzept reagiert. Dies umfasst, neben den üblichen Hygieneregelungen (AHAL), auch weitere einrichtungsspezifische Maßnahmen: So werden die Notschlaf-Zimmer nur noch mit einer Person belegt, der Tagesaufenthalt steht bis auf Weiteres nur den Übernachtungsgästen zur Verfügung und das tägliche kostenlose Mittagessen wird vor der Einrichtung aus dem AWO-SOS-Express heraus zum Mitnehmen verteilt. Auch Beratungen finden weiter
statt, doch unter Abstands- und Hygieneregeln. Die Gäste der Notschlafstelle haben die notwendigen Änderungen von Beginn an gut mitgetragen und nehmen die Angebote der Notschlafstelle nach wie vor gerne an. Aktuell werden jeden Mittag bis zu 40 Portionen warmes Essen ausgegeben.

Auch für den Fall eines positiven Testergebnisses, wenn z. B. Klienten ins Krankenhaus kommen, ist vorgesorgt: Gemeinsam mit der Stadt Saarbrücken hat die Notschlafstelle drei Quarantäne-Wohnungen mit dem Notwendigsten ausgestattet, in der positiv Getestete die Quarantäne-Zeit verbringen können. Da in der Zeit die Wohnung nicht verlassen werden darf, sorgt die Notschlafstelle mit Zuschüssen der AWO-Saarland-Stiftung immer für eine Grundausstattung an Lebensmitteln dort.

Zusätzlich wurde im Gebäude der Notschlafstelle selbst mit der Stadt eine weitere kleine Wohnung zur Quarantäne-Wohnung umgerüstet. Auch hier half die AWO-Saarland-Stiftung mit einem Zuschuss zur Einrichtung und sorgt für die Grundausstattung mit Lebensmitteln für jeden Gast. Außerdem durfte sich die Notschlafstelle über eine gespendete Küche für diese Wohnung freuen.

In der aktuellen Situation geht Einrichtungsleiter Torsten Lillig davon aus, dass die Quarantäne-Wohnungen auch zukünftig weiter gebraucht werden. Zumal ab nächster Woche Corona-Schnelltests bei den Übernachtungsgästen erfolgen. Dies soll helfen, mögliche Infektionen noch schneller zu erkennen und entsprechende Maßnahmen für die Betroffenen einleiten zu können. Auch für die Zeit nach der Quarantäne steht die Notschlafstelle allen mit ihrem Beratungs- und Betreuungsangebot zur Seite.

In Kontakt statt abgehängt

Tablets für die Wohngruppen

In Kontakt statt abgehängt

Ohne digitale Endgeräte geht für Kinder oder Jugendliche im Moment gar nichts. Und sie werden auch weiter dringend gebraucht – ob für Homeschooling, Hausaufgaben, den Kontakt zum Verein, um mal einen Film zu schauen oder um mit Freunden oder Familie zu chatten.

Dank einer großzügigen Unternehmensspende konnte die AWO-Saarland-Stiftung dies nun auch für fünf AWO-Wohngruppen ermöglichen. Dort haben Kinder und Jugendliche ein Zuhause, die aus unterschiedlichen Gründen aktuell nicht bei ihrer Familie leben können.

Auch für sie hatte sich der Alltag in den letzten Monaten durch Schulschließungen, Kontaktbeschränkungen und teilweise auch Quarantäneauflagen sehr stark eingeschränkt. Rausgehen, Freunde treffen, Sport und Vereinstätigkeit, Freizeit und Schule – auf all das müssen die Kinder und Jugendlichen in den Wohngruppen, die ohnehin schon mit vielen Herausforderungen konfrontiert sind, nun schon lange verzichten.

Durch die Anschaffung von je einem Laptop pro Wohngruppe sind sie nun besser mit anderen in Kontakt statt digital abgehängt. Insgesamt profitieren 44 Kinder und Jugendliche in fünf Wohngruppen saarlandweit von der Spende.