Endlich draußen spielen können

Endlich draußen spielen können

Bis vor kurzem war der Platz vor dem Eingang des AWO-KIEZ (Kinder- und Elternbildungszentrum) in Burbach eine holprige Pflasterfläche. Weil Verletzungsgefahr bestand und sich zusätzlich an verschiedenen Stellen Wasser und Schlamm sammelte, war der Platz zum freien Spielen für die Kinder die meiste Zeit nicht nutzbar. Und das, obwohl es für viele wichtig wäre, sich während der Lernpausen mit Ballspielen, Seilspringen u.a. zu bewegen. Denn nicht nur die Räume im KIEZ sind sehr beengt; viele haben aufgrund eingeschränkter Wohnverhältnisse und fehlendem Grün auch zu Hause bzw. in ihrer Nachbarschaft keine Möglichkeit sich auszutoben und draußen zu spielen.

Ein ehrenamtlich engagierter Rentner hatte schließlich die passende Idee für den Platz und die entsprechende praktische Erfahrung: Ein Rasenteppich mit zwei stabilen Fußballtoren könnte für die Kinder des KIEZ optimale Spielverhältnisse schaffen.

Dank einer großzügigen Firmenspende an die AWO-Saarland-Stiftung, eines Zuschusses der Lotterie Glücksspirale und vor allem auch dank des ehrenamtlichen Engagements können sich die KIEZ-Kinder seit Mai über eine neu gestaltete Hoffläche freuen, die sie gefahrlos nutzen können.
Das war eine schöne Überraschung, als das KIEZ nach der Corona-bedingten Schließung wieder öffnen durfte: „Das Schönste, was das KIEZ je gemacht hat“, wie ein Mädchen sagte. Die Kinder nutzen den Platz seitdem nicht nur täglich zum Spielen, sie kümmern sich auch um die Pflege der Fläche.

Das KIEZ (Kinder- und Elternbildungszentrum) ist ein Angebot für Burbacher Kinder im Grundschulalter und deren Eltern. Von den 50 Kindern, die das KIEZ regelmäßig besuchen, leben mindestens 70 % in Familien mit SGB-II-Bezug, viele davon sind zugewandert. Die Kinder sind zwischen 6 und 14 Jahre alt. Die Angebote für die Kinder – Mittagessen, Hausaufgabenhilfe, präventive Kreativ- und Bewegungsangebote, individuelle Unterstützung – starten nach der Schule ab 12.30 h.

Kontaktpäckchen, die helfen

Kontaktpäckchen, die helfen

Aktuell ist die Beratungssituation in den saarlandweit tätigen AWO-Familienzentren durch die Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen noch immer erschwert. Vor allem für die Kinder aus sozial eher benachteiligten Familien ist die Krise belastend, weil Schul- und Kitabesuch nach wie vor eingeschränkt sind und zu Hause oft Möglichkeiten der Freizeitgestaltung fehlen.
Die Familienberatungszentren haben sich dazu einiges einfallen lassen, um mit Eltern und Kinder trotz Corona-Krise gut in Kontakt zu bleiben.

Die Mitarbeiter*innen des AWO-Familienhilfezentrums Blieskastel z.B. bringen den Kindern Materialien und Aufgaben nach Hause. Liebevoll gestaltete „Kontaktpäckchen“ sollen signalisieren: Wir sind für Euch da und lassen Euch in dieser Zeit nicht alleine. So wurden z.B. zu Beginn Rätsel- und Malsachen oder Kinderbücher verteilt. Dazu gab es kleine Aufgaben, wie z.B. ein Regenbogen-Bild zu malen, welches dann im Schaufenster des Familienhilfezentrums aufgehängt werden kann. Auch für die kommenden Wochen gibt es noch viele weitere Ideen für die Zeit zu Hause. Zum Beispiel „Wir backen einen Schoko-Kuchen und machen Seifenblasen“ (siehe Foto), „Lieblingsrezept kochen“, „Auf Fotosafari gehen“ u.a.m. Die AWO-Mitarbeiter*innen sammeln alle Eindrücke von den Ergebnissen und möchten diese besondere Zeit später für die Familien visuell nacherlebbar machen.
Die AWO-Saarland-Stiftung hat die zusätzlichen Aktivitäten der Familienzentren mit einem Zuschuss zu den Sachausgaben unterstützt. Eine weitere Unterstützung kommt über Herzenssache e. V.

Hilfen in Corona-Zeiten

Hilfen in Corona-Zeiten

Die Auswirkungen der aktuellen Pandemie treffen diejenigen, die ohnehin schon finanziell und sozial benachteiligt waren, besonders hart: Zum Beispiel Bezieher von Grundsicherung oder Arbeitslose, aber auch Geringverdiener: Viele verlieren ihren Arbeitsplatz bzw. den Zusatzverdienst oder müssen durch Kurzarbeit Einschnitte beim Einkommen hinnehmen. Öffentliche Hilfen müssen erst beantragt werden und stehen oft erst mit Verzögerung zur Verfügung. Tafeln sind geschlossen oder arbeiten mit Einschränkungen, die Preise für Lebensmittel, Hygieneartikel und andere Dinge des täglichen Bedarfs steigen. Durch die Schließung von Schulen und Kitas entfallen z.B. das kostenlose Mittagessen für Kinder in besonders bedürftigen Familien.

Die AWO-Saarland-Stiftung hat deshalb für Notfälle kurzfristig 600 Lebensmittelgutscheine vor allem über die AWO-Notschlafstelle und Sozialberatungen sowie ihre Ortsvereine an besonders bedürftige Einzelpersonen und Familien im Saarland verteilen lassen. Auch die saarlandweit tätigen AWO-Familienzentren, die sich aktuell besondere Aktionen und zusätzlichen Hilfen einfallen lassen, um die zuhause bleibenden Kinder und Familien zu begleiten, werden dabei von der AWO-Saarland-Stiftung unterstützt. Der vermehrte Hilfebedarf zeigt sich auch an der steigenden Anzahl von Hilfeanträgen, die derzeit von den AWO-Einrichtungen für besonders von Armut betroffene Menschen gestellt werden.

Herzlichen Dank an alle, die diese zusätzlichen Hilfen durch ihre Spende ermöglichen.

Jetzt zählt Solidarität

Jetzt zählt Solidarität

Die aktuelle Corona-Krise verlangt unser aller Solidarität. Vor allem die Solidaität mit älteren und kranken Menschen, die jeder einzelne von uns durch verantwortungsvolles Handeln vor Ansteckung schützen kann. Unsere Solidarität benötigen aber auch die ohnehin schon bedürftigen Menschen, deren Not sich durch Tafel-Schließungen, Einkommenseinbußen oder gestiegene Preise in den letzten Wochen noch verschlimmert hat.

Die AWO-Saarland-Stiftung erhält aktuell eine Vielzahl von Anträgen aus ihren Beratungsstellen, weil z.B. bedürftige Familien kein Geld mehr für Lebensmittel haben. Auch die AWO-Notschlafstelle verzeichnet eine steigende Nachfrage nach kostenlosem Mittagessen, Hygieneartikeln und mehr.

Wir freuen uns über jede Spende, die uns in den nächsten Monaten weitere Hilfen ermöglicht.

AWO-Saarland-Stiftung
IBAN DE63 5905 0101 0000 7195 00
BIC SAKSDE55XXX (Sparkasse Saarbrücken)
Verwendungszweck: Corona

Firmen engagieren sich für AWO-Frauenhäuser

Firmen engagieren sich für AWO-Frauenhäuser

Häusliche Gewalt ist ein gesamtgesellschaftliches Problem: Mindestens jede dritte Frau erlebt ab dem 16. Lebensjahr im Laufe ihres Lebens körperliche Gewalt und Übergriffe, fast jede siebte Frau sexualisierte Gewalt. Alleine in Frauenhäusern der AWO erhalten bundesweit jedes Jahr mehr als 1.500 Frauen und 1.600 Kinder Schutz und Hilfe. Auch die drei Frauenhäuser der AWO Saarland in Neunkirchen, Saarbrücken und Saarlouis mit insgesamt 55 Plätzen sind kontinuierlich belegt. Außer einer sicheren Zuflucht bieten die Frauenhäuser den Frauen und Kindern auch umfassende Beratung und Unterstützung für die weitere Zukunft.

Gleich mehrere saarländische Firmen und Institutionen förderten die Arbeit der AWO-Frauenhäuser in den vergangenen Wochen mit Sach- und Geldspenden. Dazu zählt z. B. die Eppelborner peko gmbh (s. Foto oben), die mit anderen großzügigen Spendern die Schaffung eines dringend benötigten neuen Spielbereichs im Frauenhaus Neunkirchen möglich macht. Es soll ein Wohlfühlbereich entstehen, wo die oft traumatisierten Kinder zur Ruhe kommen, spielen und Ausdrucksformen für ihre Gefühlslagen finden können. Die Spendensammlung hierfür erfolgte über die AWO-Saarland-Stiftung.

Ein anderes Beispiel ist die Weihnachtsbaum-Aktion der Wirtschaftsprüfungs-gesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) GmbH Saarbrücken. Deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erfüllten persönlich Weihnachtswünsche der Kinder aus den drei AWO-Frauenhäusern. Oft müssen die Kinder Hals über Kopf das Zuhause verlassen und können kein Spielzeug mitnehmen. Und bis die finanzielle Situation der Mütter geklärt ist, mangelt es an allem. Auch wenn es in den Frauenhäusern Spielmaterial gibt, können doch kleine persönliche Wünsche der Kinder zu Weihnachten meist nicht erfüllt werden.

Im Rahmen der Weihnachtsbaum-Aktion der PwC durfte jedes Kind einen Wunsch im Wert von bis ca. 25 € aufschreiben. Kurz vor Weihnachten wurden dann 43 liebevoll verpackte Geschenke an die AWO-Mitarbeiterinnen übergeben, die diese unter den Weihnachtsbaum legten (s. Foto). Die Kinder und Jugendlichen bedankten sich Anfang Januar mit Briefen und selbstgemalten Bildern für so viel Engagement.

Starke Mütter in Neunkirchen

Starke Mütter in Neunkirchen

Seit 2009 gibt es im AWO-Familienzentrum Neunkirchen die Gruppe „Mütter mit Aussicht“. Es handelt sich um ein offenes Angebot für Mütter mit besonderen Belastungen oder seelischen Nöten, zu dem jederzeit Frauen dazu stoßen können. Sie finden dort Hilfe und einen geschützten Rahmen zum Austausch über persönliche Themen und Herausforderungen. Viele der Mütter sind alleinerziehend.

Die Gruppe möchte den Frauen die Möglichkeit zu geben, sich über sich selbst klarer zu werden, Selbstbewusstsein zu entwickeln, Lösungswege zu finden sowie Kraft und Hilfe im Austausch mit anderen Frauen zu finden und Freundschaften zu schließen. Das Unterstützungsangebot, das von therapeutischen Fachkräften der AWO organisiert und geleitet wird, kann auch ein erster Schritt sein, den Weg zu einer längeren Therapie zu ebnen und zu erleichtern.

Die Themen des Angebots wechseln jährlich. Aktuell heißt die Überschrift „Was Mütter brauchen: Kraft, Gesundheit, Wohlbefinden“. Darin finden sich gemeinsame Aktivitäten, wie Kochen und Backen (s. Foto) oder eine Farbberatung. Aber auch viele Gesprächsgruppen zu Themen wie „Oasen im Alltag“, „Besserer Schlaf“, „Die eigene Wahrnehmung als Kraftort“ oder „Tipps und Tricks zum Umgang mit Ängsten“. Die Reihe endet im Mai 2020 mit einer gemeinsamen Abschlussveranstaltung. Die AWO-Saarland-Stiftung hat die Aktivitäten der Frauengruppe 2019 mit einem Zuschuss unterstützt.